Nassfeld 2016

 

Jedes Jahr überlege ich mir, warum tust du dir das an ca. 12 Stunden im Bus zu sitzen und ins Skigebiet zu fahren. Einige waren diesmal so schlau haben sich ins Auto gesetzt und auf die gemeinsame Bustour verzichtet.

Ob das stressloser war sei mal dahingestellt.

Trotz der strapaziösen Nachtfahrt denke ich mir, wie cool es doch ist, in den Urlaub zu fahren und man muss sich dank unserem Organisationstalent Andrea um nichts kümmern. Einfach nur da sein und genießen. Nach ca. 12 Stunden dann Ankunft in Nassfeld, Alpen Adria, 4 Sterne Hotel und Spa. Wie herrlich. Die Sonne scheint, der Berg ruft. Einige nützen schon den ersten Tag zum Skifahren, während die anderen erstmal die Matratzen testen.

Nach einer erholsamen Nacht geht’s dann auf den Berg. Die Aussicht traumhaft, die Sonne scheint. Die Strapazen der Fahrt vergessen. Jetzt weiß ich auch wieder warum ich mir das jedes Jahr antue.  In der Sprache der Kids ausgedrückt:

-       Einfach nur geil -

Die Kinder und Jugendlichen sind auf die Skilehrer Uwe, Tobi und Günni aufgeteilt und auch einige Damen kommen in den Genuss bei Astrid die ersten Schwünge zu machen. Elke fährt bei den noch nicht ganz sicheren Kids als Besen mit. Sicher ist sicher. Ab dem 2. Tag werden dann schon Drehungen auf Skiern, Sprünge und Übungen, wie z. B.  auf einem Bein fahren gemacht. Der Funloop kommt bei den Kindern super an. Nur den Berg runterzufahren ist den meisten schon zu langweilig. Unglaublich wie schnell die Kinder dazu lernen.

Engelbert nimmt sich wie jedes Jahr den Kleinsten an. Er weiss ja noch nicht was auf ihn zukommt. Unsere Kleinste – Matilda – ein Multitasking-Talent kann nämlich während des Fahrens die tollsten Geschichten erzählen. Für eine vierjährige doch ganz erstaunlich. Von wen sie das wohl hat? Engelbert nimmt`s gelassen und fährt in aller Seelenruhe mit den Anfängern die Pisten runter. Jeden Tag kann man die Fortschritte beobachten. Bereits am 3. Tag geht’s mit den Süßen schon nach ganz oben. Wow, Engelbert – wie schaffst du das nur!

Die allgemeine Stimmung ist dank der Schnee- und Wetterverhältnisse bestens.

Um 12 Uhr ist dann jeden Tag gemeinsames Mittagessen auf der Kristallalm, bis es dann um 13 Uhr auf zur zweiten Runde geht.

Ab 15 Uhr haben die Skilehrer frei. Die Eltern können sich nochmal mit ihren Kindern auf der Piste austoben. Einige fahren direkt ins Hotel zurück und nützen die Saunen und Schwimmbäder. Vor allem die Kinder finden die Pools natürlich super cool.

Die Erwachsenen erliegen eher dem Hüttenzauber. Mit Bombardino, Jagertee und Bierchen im Bauch lassen sich die Pisten noch entspannter fahren. Den Abschluss finden die meisten nach der Talabfahrt in der Bärenhütte. Von da aus ist der Weg zum Skibus zumindest nicht mehr so weit……

Geselligkeit pur. Haben es dann alle zum Hotel geschafft, spricht natürlich nichts gegen einen Drink auf der der Hotelterrasse. Die Tageserlebnisse werden ausgetauscht. Die Stimmung genial.

Um die Energiereserven wieder aufzufüllen geht’s um 18.30 Uhr zum gemeinsamen Abendessen.

Günni unser Comedian der Truppe fordert die Familien auf, sich jeweils einen Witz zu überlegen und diesen dann vorzuspielen. Die Jury wertet den gespielten Witz mit Punktekarten von 1 bis 5. Es werden Tränen gelacht. Erstaunlich was für versteckte schauspielerischeTalente von dem einen oder anderen zum Vorschein kommen.

Höhepunkt der Skitour ist natürlich immer unsere Apre-Ski-Party. Bei Würstchen und Bierchen wird  ab 16.00 Uhr im Innenhof des Hotels so richtig gefeiert. Astrid hat mit ihrem Temperament und Power alle dazu gebracht zu tanzen und sogar Skigymnastik zu machen. Genial. Die Stimmung hätte nicht besser sein können.


Für die Kinder ist der Höhepunkt das Skirennen am vorletzten Tag. Die Kids geben wirklich alles und sausen die Slalompiste runter. Am letzten Tag werden dann alle mit Urkunden, Medaillien und Pokalen geehrt. Die Kinder sind mega stolz, die meisten Eltern noch mehrJ. Wahnsinn was alle in dieser einen Woche gelernt, oder dazugelernt haben. Selbst die kleine Matilda fährt mit ihren vier Jahren problemlos die Slalomstrecke ganz alleine runter!

Absolut erwähnenswert sind noch die kleine Lina, die wirklich pfeilschnell und ganz eng an den Toren vorbei mit ihren 6 Jahren die Slalompiste runtergefegt ist.

Und natürlich Maja. Ein Ausnahmetalent (vielleicht zukünftige Skilehrerin). Die ist die Strecke mit ihren 11 Jahren von allen Rallye-Teilnehmern nicht nur einen Hauch, sondern 3 Sekunden schneller runtergeschossen als alle anderen. Wow!

Den letzten Skitag hatten dann die Familien für sich. Gemeinsames Familienfahren war angesagt. Da das Wetter aber an diesem Tag nicht mitgespielt hatte und man vor lauter Wolken die Piste kaum gesehen hatte, war nur eine abgespeckte Form möglich.

Obwohl wir diesmal einige Krankenfälle und auch kleinere Verletzungen gab, war es mal wieder eine super Skitour.

Ich kann mir keinen besseren Familienurlaub vorstellen, bei dem wirklich jedes Familienmitglied voll auf seine Kosten kommt.

Wir werden uns auch nächstes Jahr dafür gerne wieder 12 Stunden in den Bus setzen :-)

Martina Hösing